mit freundlicher Genehmigung alle Fotos Union Peter Hauck www.hauckfotograf.ch
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| Fotos Peter Heman |
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| mit freundlicher Genehmigung Foto Jean-Marc Wipf - www.wipf.fr | mit freundlicher Genehmigung Foto Peter Armbruster |
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| WITTLIN/ODEON Greifengasse 5/Sägergässlein 6 8.4.1921-1929 als Cinéma Wittlin mit Variété(Erbauer+Besitzer[bis 1943]war Emil Wittlin,der den Betrieb verpachtete)-Geschäftsneubau mit Kino(Architekt Hermann Neukomm)mit ca. 900 Plätzen-Umbauten 1936,1947(Architekt Marcus Diener)+1955(Architekt Werner Gantenbein)ca. 700 Plätze-Betreiber Gebrüder Robert,Rudolf+Richard Rosenthal(Cinégraphe AG),(ca. seit 1941)Familie Ceppi-letzter Spieltag 31.12.1982-Umnutzung Möbel Pfister(heute Thalia Bücher) |
GREIFEN/ORIENT/MAXIM Greifengasse 18+Rebgasse 1 (seit 1963) 29.10.1910-1923 als Greifen-Kinematograph in einem Wohnneubau mit Kino(Umgestaltung 1932/33)-bis 1928 als Cinéma Orient-Totalrenovation 1948(363 Plätze)-Abbruch 1964(Neubau Bankverein)-7.12.1963 Domizilverlegung UG Gewerkschaftshaus Rebgasse (Architekt Hans Baumann)mit 302 Plätzen-Betreiber Emil Kobi+(seit Domizilverlegung)Wilhelm Siegrist-letzter Spieltag Ende November 1976-seit 1977 als Cinéma Camera(siehe Studiokinos) |
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`Nachdem wir in den letzten
Wochen durch Beobachtungen des Maximkinos festgestellt haben, dass eine
Kontrolle der Jugendlichen, die
in ihrem Kino Einlass fordern, zu wenig oder gar nicht durchgeführt
wird, haben wir am 9. April 1951 in Verbindung mit der Jugendanwaltschaft
ihr Etablissement neuerdings während zweieinhalb Stunden überwacht
und dabei bemerkt, dass eine grössere Anzahl Jugendlicher Einlass
gefunden hat, ohne dass sie befragt worden wären, ob sie das 16. Altersjahr
erreicht hätten, geschweige denn einen Ausweis vorzeigen oder einen
Kontrollzettel ausfüllen mussten (…) Beim Austritt aus dem Kino haben wir um 17 00 Uhr sieben Jugendliche ermittelt, die das 16.Altersjahr noch nicht erreicht hatten (…) Dabei sind wir ganz sicher, dass wir nicht alle Jugendlichen unter 16 Jahren ermittelt haben, weil es ganz unmöglich war, alle Jünglinge im Gedränge zu stellen und weil noch weitere Jugendliche im Kino sassen, die erst nach 15 00 Uhr das Kino betreten haben, und wir die bereits begonnene zweite Vorstellung nicht stören wollten.` Polizeiakte Cinéma Maxim vom 12.4.1951 - Staatsarchiv Basel-Stadt
`Mit rauchenden Colts, männlich
mahlenden Kiefern und dumpfem Pferdegetrampel, einmal so, einmal anders
arrangiert, stets aber aktionsgetragen, hatte die Rebgasse, als die wirtschaftliche
Konjunktur noch unter Volldampf stand, Süd- und Mittelitaliens Lavoratori
in Schweizerischen Diensten nach Feierabend gelockt: das Kino Maxim, Dreihundertplätzer
im Gewerkschaftshaus, brachte sich so, während Basels meiste Lichtspieltheater
längst vor dem Phänomen eines unheimlichen Besucherschwundes
standen, in Gesellschaft anderer ehemaliger Quartierkinos, mit Ach und
Krach über die Runden. Die Italiener, mangels würdiger Alternativen
im hiesigen Unterhaltungsangebot ihres Kulturkreises, zeigten sich als
gute, recht anspruchslose Kunden. Jetzt, da allein in Basel an die tausend
Schweizer und niederlassungsberechtigte Ausländer stempeln gehen müssen,
bleiben auch im Kino Maxim die Kunden aus (...) Pächter Willy Siegrist,
der im Hochhaus an der Heuwaage gleichzeitig ein Geschäft für
antike Uhren betreibt, zog sich daher von der wenig lukrativ gewordenen
Szene zurück (...)`
(Cinémaximum? Abschied von der Revolverküche) Gérard Wirtz Basler Nachrichten 27. Juli 1976 ![]() Wittlin/Odeon 20er Jahre - Nachlass Frau Rosenthal, zVg Paul Meier-Kern |
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| PALACE/ABC Untere Rebgasse 10 15.12.1927 im Fabrikgebäude der Färberei Schetty als Kino mit Variété mit ca. 1500 Plätzen(zuletzt 886 und 841;Architekt Hans Bernoulli)-1951 Umbau Aufstockung Wohnhaus(Architekt Marcus Diener)-Betreiber seit 1939 Familie Walch-letzter Spieltag 8.6.1975-Verkleinerung zum Studiokino ABC mit 349 Plätzen durch Einbau in Balkon 13.4.1977-letzter Spieltag 21.6.1981-Umnutzung Pick Pay+Migros |
FATA MORGANA/KLARA/CLARA Claragraben 64+Ecke Claragraben/Clarastrasse 2 (seit 1970) 1908-1914 als Fata Morgana Kleinbasel(Fata Morgana AG) mit 300 Plätzen in umgebauten Rossställen neben Wirtschaft ,Löwenbräu’/Bierhalle St. Klara Totalumbau 1928(Tonfilm!/Architekten Franz Bräuning+Hans Leu) 307 Plätze-letzter Spieltag 3.1.1968-Besitzer Karl Huber& Co. Revolverküche mit Doppelprogramm-Wiedereröffnung als Cinéma Clara im Clara-Neubau 5.9.1970 im Souterrain mit 350 Plätzen-Sexkino ca. seit 1971-letzter Spieltag 11.8.1985 seit 1985 als Cinéma Movie (siehe Studiokinos) |
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| UNION Klybeckstrasse 64 24.11.1922-13.3.1988 400/470/300 Plätze(diverse Umbauten)-Betreiber Max Gass+(seit 1949)Willi Fromer-als ,Neues Kino’ besetzt durch die Bewegung um die Alte Stadtgärtnerei 1988-89(polizeiliche Räumung)-Wohn-+Geschäftsneubau Basler Kantonalbank |
ORIENT Klingentalstrasse 79 1964 Neubau Wohnungen,Restaurant,Kegelbahn+Kino mit 420 Plätzen(Architekt Max Bürgin) durch Einsprachen bekämpft konnte der Kinobetrieb nicht aufgenommen werden-zeitweilig als Theater und Rock'n Roll-Schule benutzt-seit 25.9.1989 das Häbse-Theater |
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| APOLLO/KAMERA Obere Rebgasse 28 3.10.1927-1938 620 Plätze im Hinterhof eines Wohnhauses(Architekt J.FR. Behrens) seit 1931 als Cinéma Kamera Umnutzung Eisenwarenlager |
AMERICAN BIOGRAPH |
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La dernière scéance (von
Eddy Mitchell) |
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La lumièr' revient déjà Et le film est terminé Je réveille mon voisin Il dort comme un nouveau-né Je relèv' mon strapontin J'ai une envie de bailler C'était la dernièr' séquence C'était la dernière séance Et le rideau sur l'écran est tombé La photo sur le mot fin |
{Refrain1:}
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{Refrain2:}
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Das
Knarren der Brüstung lockte alle Augen der Besucher nach
hinten:der Film, der vorne auf der Leinwand flimmerte, war plötzlich vergessen.
Nach einiger Zeit kam der Mann schweisstriefend aus der Loge und sagte mir
im Vorbeigehen:“Der
Film hat mich so bewegt“ “(…)Das Union hatte nicht nur eine
solche ,Bumserloge’, sondern wurde von vielen bis zuletzt gewissermassen
als Beichtstuhl augesucht. ’Beichtvater’ war natürlich Willi
Fromer.
Bei
ihm konnte man sich aussprechen, konnte ihm seine ganz privaten Probleme anvertrauen,
aber ihn konnte man auch an freudigen Neuigkeiten aus
dem Familienleben
teilnehmen lassen(…)Aber die Gemeinschaft der notorischen Union-Besucher
war eine Gemeinschaft notorischer Einzelgänger. Manche betraten das Kino
mit hochgezogenem Mantelkragen, Zigarettenstummel im Mundwinkel, Drei-Tage-Bart
im Gesicht und mit verhangenen Augen. Solche James-Dean-Typen legten das Eintrittsgeld
stumm
auf
die Kasse, tranken schweigend einen Kaffee an der Bar und suchten sich dann
einen isolierten Sitzplatz. Zwei Filme im Union zu
sehen hatte, die gleiche Wirkung, wie wenn man mehrere Whiskys herunterstürzt.
Mit der Zeit waren einem die verkrachten Existenzen, verkannten Genies, mit
dem ersten
Roman ringenden, schwarz angezogenen Jungschriftsteller vertraut. Diese aus
dem Augenwinkel zu beobachten, war interessanter, als den Filmhelden auf der
Leinwand
zuzusehen. Ja, die ,lonesome riders’ des Kleinbasels, wohin sollen
sie jetzt reiten? (…)`
